Breite Zustimmung zum neuen Bahnhof Olten

Weil es vor vielen Jahren klein begann, läuft das Projekt immer noch unter «Neuer Bahnhofplatz Olten». Im Kantonsrat war man sich aber einig, dass der richtige Name «Neuer Bahnhof Olten» wäre. Einleitend hielt Matthias Anderegg als Präsident der zuständigen Kommission fest: «Der ‹Neue Bahnhofplatz Olten› ist kein Oltner Verschönerungsprojekt. Und es ist auch nicht einfach ein neuer Bahnhofplatz. Es ist ein kantonales Gesamtverkehrsprojekt – und eine Investition in eine der wichtigsten Mobilitätsdrehscheiben der Schweiz.»

SP-Fraktionssprecher Urs Huber bezeichnete den Oltner Bahnhof als wichtigstes Aushängeschild des Kantons neben der St.-Ursen-Kathedrale. Da wäre es doch sehr fragwürdig, zu einem Ausbauprojekt, das seit Jahrzehnten im Gespräch ist, nein zu sagen. Er betonte, mit dem Umbau werde der Zugang für alle besser: Von Bahn zu Bahn, zum Bus, vom Bus, zum Velo, vom Auto, zu Fuss – und zudem der Zugang für Menschen mit Behinderungen, was an Bahnhöfen besonders wichtig sei.

Luc Nünlist ergänzte: «Die Verkehrsdrehscheibe Olten ist seit langem ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Kanton Solothurn. Jetzt geht es darum, diesen Ort ins 21. Jahrhundert zu bringen.» Wie mehrere weitere Redner betonte er, dass sowohl das UVEK als auch eine Studie der ETH Zürich den Ausbau des Bahnhofs Olten als Massnahme mit höchster Priorität für die langfristige Entwicklung des schweizerischen Verkehrssystems einstufen.

Über alle Fraktionen hinweg war sich der Kantonsrat einig, dass das Projekt ausgereift ist und der Kanton Solothurn mit dem vereinbarten Kostenschlüssel sehr gut fährt. Die Rede war davon, eine einmalige Chance nicht zu verpassen – dies angesichts der zugesicherten Zahlungen des Bundes, der das Projekt als höchste Priorität einstuft. Einstimmig sprachen sich SP, Grüne, Mitte/EVP und FDP/GLP für das Projekt aus, und auch aus der SVP-Fraktion kam eine deutliche Mehrheit. Nun gelte es, das Projekt gut zu unterstützen, um auch in der Volksabstimmung vom 28. Februar 2027 ein klares Ja zu erreichen, hielt Baudirektorin Sandra Kolly fest.

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