Kanton ist schlecht auf Hitze vorbereitet. Vorschau Juni-Session

Mit acht Fragen wollte Luc Nünlist wissen, wie der Kanton Solothurn auf Hitzewellen vorbereitet ist. Die Antworten sind ernüchternd. Nun plant die SP-Fraktion einen Auftrag, um Massnahmen einzufordern.

Die Antworten des zuständigen Volkswirtschaftsdepartements auf die Fragen zum Thema Hitze tönen insgesamt eher hilflos: Der Kanton verfügt über keinen Aktionsplan zum Hitzeschutz. Er verfügt auch über keine kantonalen Zahlen, wie sich frühere Hitzesommer auf die Sterblichkeit ausgewirkt haben und welche volkswirtschaftlichen Folgen diese hatten. Sollte die Hitze zu einem grossen Problem werden, sieht die Regierung einen Schritt: Sie könnte den kantonalen Führungsstab aufbieten.

Immerhin gibt es einen kantonalen Aktionsplan «Anpassung an den Klimawandel», bei dem es aber um die Reduktion der Treibhausgase geht. Eine Ergänzung des Massnahmenplans könnte allerdings geprüft werden, schreibt die Regierung – die konkreteste Aussage in der ganzen Antwort.

Allgemein verweist die Regierung auf Zahlen, Erhebungen und Empfehlungen des Bundes; bei der Frage nach der Situation in den Schulen betont sie die Zuständigkeit der Gemeinden.

Aufgrund der mageren Antworten der Regierung hat die SP-Fraktion beschlossen, in der kommenden Session einen Auftrag einzureichen, der konkrete Massnahmen einfordert.

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