Die SP begrüsst den Entscheid der Regierung, einen neuen Verwaltungsratspräsidenten für die SoH einzusetzen. Ein personeller Wechsel allein genügt für die SP aber nicht. Jetzt braucht es eine SoH, die transparent geführt wird, ihre Mitarbeitenden ernst nimmt und das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnt.
Es braucht einen Kulturwandel
Das Spitalpersonal steht unter Spardruck und muss eine stetig steigende Belastung tragen. Diese Belastung muss endlich korrigiert werden. Für die SP ist deshalb wichtig, dass die Angestellten der SoH keine finanziellen Einbussen bei der Umsetzung der Massnahmen erleiden.
Ohne Personalvertretung fehlt die wichtigste Stimme
Wer täglich Verantwortung für die Gesundheitsversorgung übernimmt, muss bei strategischen Entscheiden im Spital mitreden können. Eine Personalvertretung stärkt die Aufsicht, bringt die Praxis in die strategischen Entscheidungen ein und hilft, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die SP prüft, im Kantonsrat einen Vorstoss für eine gesetzlich verankerte Personalvertretung im Verwaltungsrat einzureichen.
Bessere Arbeitsbedingungen statt leerer Versprechen
Mit der Annahme der Pflegeinitiative haben die Regierung, der Verwaltungsrat und der Kantonsrat den Auftrag erhalten, mehr Geld in die Pflege zu investieren und moderne, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die SP fordert einen besseren Schutz vor Gewalt für das Spitalpersonal, bessere Arbeitsbedingungen und eine konsequente Umsetzung der Pflegeinitiative im Kanton Solothurn. Eine Rückführung der Spitäler in die kantonale Verwaltung – wo Aufsicht einfacher und direkter möglich ist – muss aus Sicht der SP jetzt geprüft werden.
Zitate von SP-Persönlichkeiten
Hardy Jäggi, Co-Präsident SP Kt. Solothurn, Kantonsrat
„Der Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats ist notwendig. Entscheidend ist, dass daraus ein echter Kulturwandel entsteht. Die Mitarbeitenden müssen endlich eine starke Stimme erhalten, ihre Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden und unrechtmässig bezahlte Gelder in der Chefetage gehören konsequent zurückgefordert.“
Melina Aletti, Co-Fraktionschefin SP/junge SP-Fraktion, Kantonsrätin & Mitglied GPK
„Die Forderung der SVP, alle unrechtmässigen Zahlungen auch vom Spitalpersonal zurückzufordern, ist absolut fehl am Platz. Mitarbeitende unterer Hierarchiestufen konnten nicht wissen, dass ihre Funktionszulagen nicht korrekt bewilligt worden sind. Nun genau für die Pandemiejahre von ihnen Geld zurückzufordern, ist eine Frechheit.“
Sozialdemokratische Partei des Kantons Solothurn
Niels Kruse, Parteisekretär
Weitere Auskünfte:
Hardy Jäggi, Co-Präsident SP Kt. SO, Kantonsrat 079 525 45 65
Melina Aletti, Co-Fraktionschefin SP/Junge SP Fraktion , 079 666 71 05