Farah Rumy begeisterte das Publikum

Die Nationalrätin Farah Rumy war Gast der SP Kriegstetten bei der Veranstaltung «Talk im Turm», der im Turm von Halten stattfand. Sie begeisterte das Publikum mit ihren lebendigen Schilderungen aus dem Politalltag im Bundeshaus in Bern.

Unter der Moderation von Martin Kaufmann wurden verschiedene Aspekte der Arbeit als Nationalrätin angesprochen. «Mein Beruf als Pflegefachfrau hilft mir, mit den unterschiedlichsten Charakteren im Parlament zusammenzuarbeiten», stellte Farah Rumy fest. Damit könnten bei gewissen Themen Brücken mit anderen Parteien gebaut werden. Denn als Polpartei sei die SP auf die Zusammenarbeit mit anderen angewiesen, um etwas bewirken zu können.

Kometenhafter Aufstieg

Das zahlreiche Publikum in der Turmstube war vom kometenhaften Aufstieg der Solothurner Nationalrätin beeindruckt: 2021 Kantonsrätin und Bürgerrätin, 2023 Nationalrätin, 2025 Wahl zur 2. Vizepräsidentin des Nationalrates.

Die Kommissionen stellen die Weichen

Farah Rumy ist Mitglied der aussenpolitischen Kommission. An diesem Beispiel konnte sie die Bedeutung der Kommissionsarbeit im Entscheidungsprozess des Parlaments aufzeigen.

Ein Schwerpunktthema der diplomierten Pflegefachfrau und Berufsschullehrerin ist das Gesundheitswesen. Sie erläuterte, wie Reformen von Interessensvertreter*innen der Lobbyorganisationen immer wieder blockiert werden.

Sand in die Augen streuen

Als aktuelle Themen kamen die Neutralitätsinitiative, der Klimawandel und die Atomkraft zur Sprache. Auffällig für die Zuhörer und Zuhörerinnen: Bei allen drei Themen wird die Bevölkerung von der grössten Partei im Bundeshaus regelmässig hinters Licht geführt. Die Neutralitätsinitiative wird als Friedensinitiative verkauft, ist aber nichts anderes als ein Freipass, um mit Kriegsverbrechern wie Putin Geschäfte machen zu können.

Der Klimawandel wird geleugnet und Massnahmen blockiert, bis die Bäche versiegen, die Fische sterben, die Böden vertrocknen und die Bäume in den Wäldern absterben.

Die vom Volk beschlossene Energiewende wird mit der Diskussion um Atomkraftwerke blockiert. Dabei ist das Hauptproblem immer noch nicht gelöst: Eine Generation profitiert vom Strom, 30'000 Generationen müssen den radioaktiven Abfall sicher lagern.

Ein neues Leben

Nach einer Fragerunde aus dem Publikum antwortete Farah Rumy in der Schlussrunde auf die Frage, was die Wahl zur Nationalrätin mit ihr gemacht habe, unumwunden: «Für mich hat von einem Tag auf den anderen ein komplett anderes Leben begonnen. Ich musste mich beruflich und privat neu organisieren. Die Arbeit als Parlamentarierin macht mir grosse Freude und ich geniesse die neuen Herausforderungen.»

Der Co-Präsident der SP Kriegstetten, Daniel Ernst, verdankte die Ausführungen von Farah Rumy. Beim anschliessenden Austrinket war gut spürbar, wie die Nationalrätin mit ihrem Auftritt einen tiefen Eindruck hinterlassen hatte.

Führung durch den Turm

Der Talk im Turm war der 2. Teil des Turmabends der SP Kriegstetten. Vorgängig nahmen die Interessierten an einer Führung von Beat Häfeli durch die neu gestaltete Ausstellung im Turm von Halten teil.

Interesse an der Politik wecken

Bereits im Juni hatte die SP Kriegstetten zum Besuch der Kantonsratssession eingeladen. Dabei durften die Anwesenden einem Teil der Session beiwohnen. Die Führung durch das Rathaus vermittelte spannende Einblicke.

Mit diesen Aktivitäten will die SP Kriegstetten das Interesse an der Politik in der Bevölkerung wecken und ihnen Exponenten der SP-Politik in Bund und Kanton näher bringen.

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