Familienfreundliche Parteien sagen JA zur Erhöhung der Familienzulagen

Vertreterinnen und Vertreter der Parteien EVP, SP, Grüne und Mitte haben an ihrer heutigen Medien­konferenz den Startschuss für ein JA zur Erhöhung der Familienzulagen (kantonale Abstimmung am
8. März 2026) gegeben. Sie setzen sich dafür ein, dass die Familien entlastet werden. Die Familien als tragender Teil unserer Gesellschaft brauchen diese Unterstützung und Anerkennung. Es braucht jetzt Solidarität mit den Familien – sie sind unsere Zukunft!

Im Herbst 2024 wurde ein entsprechender Vorstoss von Kantonsrat André Wyss (EVP, Rohr) für eine Erhöhung der Familienzulagen als erheblich erklärt. Nach der Zustimmung zum Gesetz im September 2025 im Kantonsrat kommt es nun zur Volksabstimmung.

Familien sind immer mehr unter Druck. Das Meistern des Familienalltags ist an sich schon eine Herausforderung. Und unbestritten ist: Der dauernde Druck der finanziellen Last ist gestiegen. Dies zeigt unter anderen das Familienbarometer von PRO FAMILIA deutlich auf: Bei der Frage «Was würde Ihr Familienleben verbessern?» ist die mit Abstand am meisten genannte Antwort «mehr finanzielle Ressourcen». Die grössten Sorgen der Familien sind also die finanziellen Herausforderungen, denn die steigenden Kosten betreffen die Familien besonders. Steigende Krankenkassenprämien, hohe Mieten, Energie- und Lebenshaltungskosten sind Tatsachen und belasten das Familienbudget zunehmend. Eine Besserung zeichnet sich nicht ab. Mit den Familienzulagen werden alle Familien gleichermassen unterstützt – unabhängig vom gewählten Familienmodell.

Kinder- und Ausbildungszulagen haben sich als Unterstützung der Familien bewährt und sind für die Familien ein wichtiger Lohnbestandteil. Bisher zahlt der Kanton Solothurn aber – als einer von wenigen Kantonen – nur das bundesgesetzliche Minimum. Mit einer moderaten Erhöhung um 15 Franken (Kinderzulagen) bzw. 12 Franken (Ausbildungszulagen) verlangt die Vorlage nichts Aussergewöhnliches, sondern lediglich, dass der Kanton Solothurn bei den Familienzulagen näher ins schweizerische Mittelfeld rückt.

Investitionen kosten – so auch eine Investition in die Familien. Die Gesamtmehrkosten betragen aber nicht, wie in der Abstimmungsbotschaft (Seite 15) aufgeführt, 16.4 Mio. Franken, sondern nur rund die Hälfte. (Die Begründung und ausführliche Auflistung dazu ist in der Botschaft vom Regierungsrat, RG 136/2025, Seite 6 aufgerührt.) Dabei resultieren für den Kanton und die Gemeinden kaum (grosse) Mehrausgaben, da die Familienzulagen versteuert werden müssen und höhere Steuererträge die Folge wären. Für die Firmen ist die Mehrbelastung abhängig von der Grösse und der Gesamtlohnsumme. Die erwartete Erhöhung des Lohnbeitrages von 0.09 Prozent ist jedoch verkraftbar und sinnvoll investiert, wird doch dadurch die Armut bekämpft und die Kaufkraft der Familien gestärkt.

Aus diesen Gründen braucht es am 8. März 2026 ein JA zur Erhöhung der Familienzulagen!

 

 

Statements:

«Die Familien als tragender Teil unserer Gesellschaft brauchen diese Unterstützung und Anerkennung.
Es braucht jetzt Solidarität mit den Familien. Sie sind unsere Zukunft. Tragen wir ihnen Sorge.»

Silvia Fröhlicher, Co-Fraktionspräsidentin SP/Junge SP, Kantonsrätin SP

«Mieten, Krankenkassenprämien, Teuerung – alles steigt, aber die Familienzulagen wurden seit 2009 durch den Kanton nicht angepasst. Höchste Zeit, den Schlusslichtrang im Vergleich mit den anderen Kantonen zu verlassen, die Familien zu entlasten und die Familienzulagen moderat zu erhöhen.»

Laura Gantenbein, Präsidentin GRÜNE Kanton Solothurn, Kantonsrätin GRÜNE

«Entlastung für alle ist eine faire Lösung. Familienzulagen gleichen nachweisbare, unvermeidbare Mehrkosten aus, die durch Kinder entstehen. Sie sind daher keine willkürliche Verteilung von Beiträgen an «alle», sondern eine gezielte Kompensation einer klar definierten Lebenssituation, unabhängig vom gewählten Familienmodell.»

Tamara Mühlemann Vescovi, Kantonsrätin Die Mitte

«Geht es den Familien gut, geht es der Gesellschaft gut. Investitionen kosten. Aber sinnvolle Investitionen bringen mittel- und langfristig einen wertvollen Nutzen. Mit der Entlastung der Familien sorgen wir dafür, dass es weniger Armut gibt und die Familien mehr konsumieren können.»

André Wyss, Vize-Präsident EVP Kanton Solothurn, Kantonsrat, Initiant Auftrag

 

 

Kontakt

André Wyss, EVP, 062 849 49 91, 062 299 10 00, andre.wyss@wyance.ch
Silvia Fröhlicher, SP, 032 618 23 87, 079 216 07 17, si.froehlicher@gmail.com
Laura Gantenbein, GRÜNE, 079 780 25 05, laura.gantenbein@gruene-so.ch
Tamara Mühlemann Vescovi, Die Mitte, tamara.muehlemann@diemitte-zuchwil.ch

Weitere Informationen auch unter: www.familienzulage-ja.ch

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