Am 15. September 2026 veranstaltete die SP Migrant Kanton Solothurn als erste ihr neues Veranstaltungsformat, das "Politische Café", erstmals im Drei Tannen Bier in Olten. Rund 20 Interessierte trafen Politiker aus Gemeinde, Kanton und Bund.
Zu den Gästen gehörten Ständerätin Franziska Roth, Kantons Solothurn Regierungsrat Mathias Stricker, Kantonsrätin Melina Aletti und Kantonsrat Luc Nünlist. Nach einigen Beiträgen der Gäste auf dem Podium begann eine offene Diskussion mit dem Publikum.
Die Themen reichten von nationalen Fragen wie der Beschaffung von Kampfflugzeugen und der Kriegsmaterialpolitik über Bildung und Berufsbildung bis hin zu kantonalen und lokalen Themen wie Einbürgerung, Integration, Förderprogramme in Schulen, Radwege und die Entwicklung des Bahnhofsplatzes in Olten.
Es gab Fragen zur Migration, Integration und politischen Teilhabe sowie zur Einbürgerung. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Menschen Orte brauchen, an denen sie ihre Fragen direkt an Entscheidungsträger richten und ihre Erfahrungen und Anliegen äussern können.
Politik für die Menschen. Politik zu den Menschen bringen.
Die SP Migrant Kanton Solothurn zielt mit dem Politischen Café darauf ab, eine niederschwellige Plattform für politische Diskussionen zu schaffen. Demokratie bedeutet nicht nur Wahlen und Abstimmungen, sondern auch miteinander zu sprechen, zuzuhören, Fragen zu stellen und unterschiedliche Meinungen zu debattieren.
"Mit dem Politischen Café bringen wir die Politik direkt zu den Menschen. Die Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre Fragen, Anliegen und auch kritischen Meinungen sofort zu äussern», sagt Sutha Ganapathipillai, Co-Präsidentin der SP Migrant:innen Kanton Solothurn.
Für Irem Neseli, Co-Präsidentin, ist auch der Brückenschlag wichtig: Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollten miteinander und mit politischen Führungspersönlichkeiten ins Gespräch kommen.
Shulojan Suntharalingam, Co-Präsident, zieht nach der Premiere eine positive Bilanz: Die direkte Begegnung zeigte, dass politische Themen von Interesse sind, wenn die Menschen die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und ohne Probleme an Diskussionen teilzunehmen.
Politisches Café wird fortgesetzt
Nach dem erfolgreichen ersten Event möchte die SP Migrant: innen das Politische Café weiterentwickeln und in Zukunft an verschiedenen Orten im Kanton Solothurn durchführen.
Die Plattform wird bewusst breiter geöffnet. Zukünftige Podiumsdiskussionen werden auch Vertreter anderer Parteien sowie Experten und andere gesellschaftliche Akteure einbeziehen.
Politische Cafés sind hauptsächlich für aktuelle politische Themen, Abstimmungen und Initiativen geplant. Es handelt sich nicht um eine typische Parteiveranstaltung mit langen Reden, sondern um einen verständlichen und respektvollen Austausch, bei dem das Publikum direkt Fragen stellen kann.
"Wir wollen miteinander reden, nicht übereinander. Das Politische Café soll ein Ort sein, an dem unterschiedliche Menschen und politische Positionen zusammenkommen können", sagt Sutha Ganapathipillai.
Langfristig erwägt die SP Migrant Kanton Solothurn, das Politische Café regelmässig abzuhalten und möglicherweise die Sitzungen des Bundesparlaments zu begleiten.
Das Konzept
Das Politische Café ergänzt das bestehende Format "Aktuell In Bern": dieses bietet den Menschen einen direkten Einblick in die Politik im Bundeshaus, aber das Politische Café macht das Gegenteil.
"Aktuell In Bern" bringt die Menschen ins Bundeshaus – das Politische Café bringt die Politik zur Öffentlichkeit.
Das Angebot richtet sich an alle Menschen mit allen Hintergründen: Migranten, Einwanderer und Bürger anderer Länder: Das ist politische Teilhabe und Dialog und eine demokratische Kultur.


