Keine einfachen Lösungen der Crack-Krise

Januar-Session im Kantonsrat

Alle waren sich einig: Es braucht dringend Wege aus der Crack-Krise, bevor sich diese im Kanton weiter ausbreitet. Deshalb hatte der Kantonsrat im Dezember einen entsprechenden Auftrag für dringlich erklärt, der nun zur Behandlung kam.

In der Zwischenzeit hatte sich gezeigt, dass die ursprüngliche Forderung nach einer kantonalen Strategie nicht im Vordergrund steht und vor allem viel zu viel Zeit vergehen würde, bis Massnahmen greifen könnten. Erstunterzeichner Hardy Jäggi hatte deshalb einen geänderten Text eingegeben, der fordert, dass der Kanton mit seiner bestehenden Koordinationsstelle die Führung übernimmt und die Umsetzung der Massnahmen vorantreibt, die an sich seit langem an einem «Runden Tisch» beschlossen worden sind. Ein besonderes Gewicht legt er auf Massnahmen zur Sicherheit. Dem stand ein Textvorschlag der Regierung entgegen, die insbesondere eine finanzielle Entlastung der Städte (zulasten der anderen Gemeinden) vorsah, um die bestehenden Einrichtungen zu stärken.

An sich ist vieles klar: Sowohl das Thema Sucht als auch das Thema Wohnen (viele Suchtkranke werden obdachlos, da sie kein Geld haben) sind in der Zuständigkeit der Gemeinden. Zudem bestehen zwei Institutionen, die je in einer Hälfte des Kantons Suchthilfe anbieten. Weitgehend stimmten die Rednerinnen und Redner darin überein, dass eine Verlängerung der Öffnungszeiten dieser Institutionen die Situation deutlich verbessern würde, da die Crack-Konsument:innen damit eine sichere Anlaufstelle haben und die Gefahr einer offenen Drogenszene reduziert wird.

Ob der eine oder der andere Text effizienter zu dieser Lösung führt, war im Rat umstritten. Dass aber nichts Tun nicht in Frage kommt, bestätigten alle (ausser der SVP). Co-Fraktionspräsidentin Melina Aletti brachte es auf den Punkt: «Jede Lösung, die nicht sofort umsetzbar ist, ist hier keine Lösung.»

Am Schluss der anderthalbstündigen Debatte sprach sich der Rat deutlich für die Version Jäggi aus.

Dieser Text erscheint im Rahmen des Kantonsrats-Newsletters an alle Mitglieder der SP Kt. Solothurn vom Januar 2026.

Präsidium SP/junge SP Fraktion

Für Fragen oder Rückmeldungen zum Kantonsrats-Newsletter

Melina Aletti

Melina Aletti

Co-Präsidentin der Fraktion und Kantonsrätin

Silvia Fröhlicher

Silvia Fröhlicher

Co-Präsidentin der Fraktion und Kantonsrätin

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