Franziska Roth, Parteipräsidentin
„Aber gäu Rosso, mached de nid dr Fähler und hacked bi de Wahle nume uf dr SVP ume, das macht euch de unsympathisch, bringed euchi eigede Sache und Fakte!. Es si immer verschiedeni Politkerinne und Politiker wo üeses Land präge und verantwortlich si dass es üs guet geit, nid ume d SP!“ Meinte eine Frau, als wir über die Wahlen 19 sprachen. Neutral soll es sein? Bitte, hier sind die Fakten, die Wir in den letzten drei Jahren in Bern für uns alle erreicht haben:

„Wir“ kürzen das Geld für die Armutsbekämpfung um 72 %Prozent; "Wir" kürzen Behinderten & Betagten 700 Mio. Fr. EL-Hilfe (bei 9,1 Milliarden Fr. Überschuss); "Wir" kürzen den Sozialhilfe-Grundbedarf um -30%, damit sie von 5 Fr. pro Tag leben müssen; "Wir" kürzen schweizweit die Prämienverbilligung; "Wir" erhöhen Krankenkassen-Franchisen 67% Patienten sollen in der Schweiz massiv stärker für die Gesundheitskosten aufkommen; "Wir" stoppen die Krippenfinanzierung; "Wir" kürzen die AHV/IV-Kinderrenten um -25%; "Wir" streichen psychisch erkrankten U30-Jährigen die IV-Rente; "Wir" lassen die Schweizer Bevölkerung länger arbeiten (fein raus ist nur, wer sichs leisten kann); "Wir" beginnen den Arbeitstag neu um 4 Uhr morgens und streichen den Nachtzuschlag; "Wir" lassen Versicherungen im Schadensfall einseitig den Vertrag kündigen

„Wir“ schaffen die Privatsphäre ab (ausser für Steuerflüchtlinge); "Wir" sparen das Bildungswesen kaputt; "Wir" höhlen den Mieterschutz aus; "Wir" privatisieren das Trinkwasser; "Wir" weichen den Arbeitnehmerschutz auf; "Wir" bezahlen Pflegekräfte und Altenpfleger mies; "Wir" lehnen die Gleichstellung zwischen Frau und Mann ab; "Wir" lassen reiche Ausländer den Aufenthalt in der Schweiz mit Geld kaufen; "Wir" finanzieren den Konzernen ihre Steuern; "Wir" lehnen als Schweiz das weltweite Atomwaffen-Verbot ab; "Wir" liefern die Waffen für Bürgerkriege

Ich frage mich, was bestimmen WIR als Nächstes? Dass Steuerhinterziehung ein Menschenrecht ist? Wir haben in den letzten 3 Jahren in Bern Geld ausgegeben, um die Armut zu steigern! Nein, mit diesem „Feudalherren- Wir“ will ich mich nicht identifizieren. Die Zeit war noch nie so reif um von „den anderen“ zu reden. Es ist Zeit mit dem Finger auf die anderen zu zeigen! Es ist Zeit, sich abzugrenzen! Es ist Zeit Farbe zu bekennen! Es ist Zeit eintönig zu wählen! Es ist Zeit den Menschen Fragen zu stellen die sie ROT werden lassen: Wie steht ihr zur Bundesverfassung in der steht, dass die Stärke unseres Landes sich am Wohle der Schwachen misst? Wie verhindert ihr, dass unser Land Workingpoor hat? Wie garantiert ihr, dass Gesundheit für alle Familienmitglieder in einer alternden Gesellschaft das letzte Gut ist und auch finanzierbar bleibt? Es ist schlicht und einfach Zeit, als Sozialdemokrat und Sozialdemokratin hinzustehen und für Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit zu kämpfen. Ob als Kandidatin oder als Wahlhelfer. Es ist Zeit, den Wählerinnen und Wähler zu zeigen: Die anderen haben Millionen, wir haben die Menschen! Wir sprechen mit den Menschen, nicht über sie! 

Franziska Roth, Parteipräsidentin

31. Jan 2019