veröffentlicht am 19. März 2019

Als aus dem Kanton Luzern Zugezogener kann ich vor den optimistischen Prognosen der Solothurner Regierung und der rechten Parteien nur warnen. Die Luzerner Tiefsteuerstrategie mündete in einer Katastrophe mit Schulschliessungen, Reduktion der Prämienverbilligungen der Krankenkassen, weniger Polizeipräsenz etc., die nun schliesslich mit einer Erhöhung (!) der Unternehmenssteuern überwunden werden soll. Bei den Firmen gab es unter dem Strich keine Zuzüge und ins Fäustchen lachten sich nur die ansässigen Firmen. Dies alles auf Kosten der öffentlichen Leistungen und der Privaten. Wegen ein paar Prozenten Steuern mehr zieht keine Unternehmung, die wir hier haben wollen, die sich mit dem Kanton und den hiesigen Arbeitnehmern identifi-ziert, weg. Wenn doch, dann wär sie früher oder später sowieso gegangen, denn ir-gendwo werden auch in Zukunft die Steuern tiefer sein. Schieben wir diesem ruinösen Steuerwettbewerb einen Riegel, solange wir noch können. 

DOMINIQUE BECHT, MATZENDORF

19. Mär 2019