Franziska Roth, Parteipräsidentin
Die SP Kanton Solothurn ist mehr als die Summe ihrer Mitglieder. Das haben wir bei den nationalen Wahlen 15 gezeigt. Die SP hat auch das „Zeugs“ für einen Wahlsieg im 2017. Dazu braucht es Dich!

 

Sozialdemokratie ist ein besetztes Wort: Die Begrifflichkeit für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Leider bleibt die Solidarität immer mehr auf der Strecke. Solange man z.B. schulpflichtige Kinder hat setzt man sich für eine gute Bildungspolitik ein oder für Tempo 30 im Quartier. Kaum sind sie aus der Lehre interessiert dies alles nicht mehr. Der klassische Arbeiter ist ein Konsument geworden und er unterscheidet kaum noch zwischen Links und Rechts dafür zwischen Zalando und Sarenza, Sunrise und Orange, er lässt sich durch outfittery stylen und durch C dates.ch verkuppeln. Hier müssen wir ansetzen und uns einmischen!

In Diskussionen mit Krethi und Plethi erwähne ich gerne und mit Stolz „ich bin Sozialdemokratin“ und mit Schwung füge ich Ziele für unseren Kanton und seine Einwohnerinnen und Einwohner an: Die steuerliche Entlastung für Personen mit bescheidenen Einkommen ist vollzogen. Schwarzarbeit ist bekämpft. Langzeitarbeitslose sind im Arbeitsmarkt integriert. Deutschkurse für fremdsprachige Kinder und Eltern sind obligatorisch und gratis; Ältere Menschen haben eine Perspektive; Für Kulturausgaben steht eine eigene Kasse zur Verfügung. Logischerweise hast auch Du Ideen für ein Erfolgsrezept. Gerne füge ich der Liste Deine Ideen an. Und gerne lasse ich mir von Dir konkrete Zielvorgaben stecken. Gemeinsam müssen wir auftreten. Wichtige Voraussetzung, um vereint in einen Wahlkampf zu treten ist, dass man sich kennt. Die Vernetzung der politischen Akteure und Akteurinnen in den Gemeinden ermöglicht ein schnelles, einheitliches und flächendeckendes Agieren.

Es ist an uns Linken, immer wieder gemeinsam hinaus zu den Leuten zu gehen. Nicht nur kurz vor den Wahlen, sondern jeden Tag. Lasst uns unseren Familien am Mittagstisch, unseren Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz und unseren Freunden in den Vereinen sagen, für was wir einstehen. Wir setzen uns für die Erhaltung von Arbeitsplätzen und anständigen Arbeitsbedingungen ein. Wir geben den Angestellten eine Stimme. Wir wollen eine faire und solidarische Gesellschaft. Gemeinsam müssen wir die Schale der politischen Knacknüsse öffnen, indem wir die Themenführerschaft progressiv besetzen, provokative Thesen anschlagen und diese intern gegensätzlich diskutieren und Kampagnen lancieren, die zu einer langfristigen Lösung beitragen. Wir sind positioniert und reden zu Themen unterschiedlichster Richtungen. Ich vertraue Jedem und Jeder von uns und kämpfe mit ihm und ihr für seine oder ihre Anliegen, selbst wenn ich finde, ein anderes oder gar meines wäre wichtiger. Jeder und Jede von uns hat etwas zu sagen. Und Jede und Jeder von uns hat das Rüstzeug zu kandidieren. Für was ich auf die Strasse gehe ist intern für mich zweitrangig, weil ich weiss, mit wem ich gehe, mit Dir!

19. Mai 2016