Wangen Die SP Wangen genoss das alljährliche Spaghettiessen bei Maria Müller. Was zieht die SPler eigentlich alle Jahre wieder zu Maria Müllers Spaghettiplausch mit integrierter Parteiversammlung? Ist es die Form der Spaghetti, die sie an den langen Atem erinnert, den sie manchmal brauchen? Oder liegt es an der Konsistenz – die Spaghetti sind auch nur gut, wenn sie etwas bissfest sind. Oder sind es einfach Marias Kochkünste und deren Gastfreundschaft?

Heims ambivalente Haltung

Der gemütliche Abend begann mit einem gesprächigen Apéro, welchem ein genussvolles Essen folgte. Danach gab es gehörige Argumente zu den Abstimmungsvorlagen. Parteipräsident Pascal Haussener konnte Nationalrätin Bea Heimzur Initiative für die Aufhebung der Wehrpflicht das Wort erteilen. Ihre ambivalente Haltung löste eine interessante Diskussion aus. Mehrheitlich war man dafür, trotz Bea Heims Angst vor einer «Rambo-Armee». Zum Epidemiengesetz sagte sie klar ja, denn nur damit könne man endlich etwas gegen die 70000 Ansteckungen pro Jahr in Spitälern und den zu häufigen Einsatz von Antibiotika bei Tieren unternehmen. Anschliessend sprach Kantonsrat Urs Huber über das «Bratwurst-Gesetz». «Muss man wirklich mitten in der Nacht einkaufen können und noch mehr Menschen nachts arbeiten lassen? Muss man immer alles sofort und jederzeit haben? Ein Ja dazu wäre auch der Türöffner für allgemein erweiterte Ladenöffnungszeiten, brauchen wir das wirklich?», fragte Urs Huber in die Runde. Zur kantonalen Vorlage zur Änderung des Gebührentarifs könne man dann aber wieder getrost ja sagen, habe er doch kein einziges Argument dagegen gefunden. Es betreffe sowieso nur einige wenige und erst noch nicht mal negativ.

Im Anschluss an die informative Vorstellung der Abstimmungsvorlagen war das gefragte Dessert an der Reihe. Nach gemütlichem Beisammensitzen und Weiterdiskutieren begab sich zu später Stunde dann noch eine kleine Delegation an das gefällige Musikfest, um den gelungenen Abend ausklingen zu lassen.(mgt)

14. Sep 2013